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Stellungnahme zum „Talk im Hangar-7“

Pressemitteilung / Stellungnahme Nein, lass das! e. V. zum „Talk im Hangar-7“ vom 07. September 2023

Nach der Ausstrahlung der Diskussionsrunde zum Thema „Teichtmeister: Freiheit für den Täter, lebenslang für die Opfer?“ im Rahmen der Ausstrahlung von „Talk im Hangar-7“ vom 07. September 2023 (Servus-TV) möchten wir vom Verein Nein, lass das! e.V., nachdem unsere Vorsitzende Josefine Barbaric dort zu Gast war, zu einigen Punkten Stellung beziehen.

Weitere Gäste waren:

Rudolf Mayer, Strafverteidiger
Laura Sachslehner, Landtagsabgeordnete (ÖVP)
Reinhard Haller, Gerichtspsychiater
Michael Fleischhacker, Moderation

Begriffsdefinition

Zunächst ist es von immenser Bedeutung, einige Begriffe zu definieren:
Laut MSD-Manual ist eine pädophile Störung durch wiederkehrende, intensiv sexuell erregende Phantasien, Triebe oder Verhaltensweisen gekennzeichnet, in die vorpubertäre oder junge Heranwachsende eingeschlossen sind (in der Regel ≤ 13 Jahre). Sie wird nur diagnostiziert, wenn die Menschen ≥ 16 Jahre und ≥ 5 Jahre älter sind als das Kind, das das Ziel der Phantasien oder Verhaltensweisen ist. Pädophilie ist eine Form der Paraphilie (Störung der Sexualpräferenz), die Anderen Schaden zufügt und somit als eine paraphile Störung betrachtet wird.

Der Begriff Pädokriminalität wird zusammenfassend für strafbare Handlungen im Themenkomplex rund um sexuellen Missbrauch von Kindern, Kinderprostitution, Kinderhandel sowie der sogenannten Kinderpornographie (besser: Missbrauchsdarstellungen von Kindern) verwendet. Durch diese beiden Begrifflichkeiten wird deutlich gemacht, dass zwischen Neigung (Pädophilie), die eine Störung/ Erkrankung darstellt und strafbarer Handlung (Pädokriminalität) ein essentieller Unterschied besteht.

Stellungnahme

02:44 (Mayer) – „Dieses Urteil ist also in dem Sinne gerecht, dass es der Sach- und Rechtslage angemessen war, aber auch sehr wohl dem Opferschutz gerecht wird.“
Der Opferschutz wird dadurch verhöhnt. Auch Frau Sachslehner spricht ab 33:05 von „Strafen als Ausdruck der gesellschaftlichen Missbilligung“. Da eine pädophile Sexualpräferenzstörung nicht gesellschaftsfähig ist, ist es von immenser Bedeutung, dazu auch in der Öffentlichkeit ganz klar Stellung zu beziehen. Strafen sollten zusätzlich einen abschreckenden Aspekt haben – entgegen der Meinung von Mayer und Haller – sowie der Wiedergutmachung und Präventionsmaßnahmen auf Täter- und Opferseite dienen.
34:17 (Haller) – „Strafen dienen der Wiederherstellung des Gerechtigkeitsgefühls und das ist etwas vom sensibelsten, was der Mensch überhaupt hat.“ Wenig später warnt er gemeinsam mit Herrn Mayer, dass man mit diesen Strafen nichts erreichen wird, obwohl er ab 34:40 vom „Sühnebedürfnis der Bevölkerung“ spricht – ein Widerspruch in sich.

03:32 (Mayer) – „Taten aber, wo Affekte im Spiel waren oder wie bei Pädophilie eine Krankheit ist, weil das sucht er sich ja nicht aus, dass er pädophil wird […] und auch Delikte, die aus einer Krankheit heraus entspringen, ist es am besten Täter zu behandeln“
Er legt hierbei keinen Wert auf die obige, wichtige Unterscheidung. Pädophilie ist eine Krankheit, jedoch entscheiden sich Täterpersonen aktiv dafür pädokriminell zu werden – Straftaten dürfen also keinesfalls unter dem Deckmantel eines Krankheitsbildes bagatellisiert werden.

03:56 (Mayer) – „… denn, wenn Sie ihn fünf Jahre ins Gefängnis geben, ist er A schlechter und B ist er nicht geheilt.“
Will Herr Mayer mit dieser Aussage die kühne Hypothese aufstellen, dass Täterpersonen, die außerhalbe des Maßregelvollzugs therapiert werden – so wie es bei Herrn Teichtmeister sein wird – später geheilt sind? Damit bagatellisiert er die möglichen Gefahren, die von Pädophilen ausgehen können. Außerdem widerspricht er damit jeglicher aktuellen Forschung: Denn eine pädophile Sexualpräferenzstörung ist nicht heilbar, sie ist maximal therapierbar – auf psychotherapeutischer und medikamentöser Ebene.
vgl. Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier (Netzwerksprecher „kein Täter werden“: https://www.kein-taeter-werden.de
vgl. Beier, Klaus M. (2018): Pädophilie, Hebephilie und sexueller Kindesmissbrauch. Die Berliner Dissexualitätstherapie, Heidelberg/ Berlin, Deutschland: Springer Verlag.

06:12 (Mayer) – Teichtmeisters Strafverteidiger spricht von „unaufgeforderten und freiwilligen Therapien“, wobei er sich bereits ab 06:32 selbst widerspricht: „Und das zweite Damoklesschwert, das über ihm schwebt, ist, dass wenn er nicht alle auferlegten Therapien einhält […], dass dann er in die geschlossene Anstalt – und das betone ich – auf unbestimmte Zeit kommt.“
Wie kann man angesichts einer solchen Bedingungslage von Freiwilligkeit sprechen? Gar nicht.

09:15 (Mayer) – „Wenn Sie jemanden in die geschlossene Anstalt geben, was wird dort passieren? Der will nur eines, der will raus – unbedingt! Und damit er raus kann, muss er bei den Psychiatern und Psychologen nur den Eindruck erwecken, dass er mitmacht. […] Der auf freiem Fuß, der geht zu seinen Therapien hin, weil er weiß, wenn er das nicht macht, kommt er in eine geschlossene Anstalt auf unbestimmte Zeit.“
Wir können nun aber keinen Unterschied zu den gerichtlich auferlegten Therapien Teichtmeisters erkennen. Auch eine Täterperson mit laufender Bewährungsstrafe möchte seine Auflagen wieder loswerden, sodass auch sie eventuell nur mitarbeiten, um möglichst schnell von den Bedingungen, die an ihre Freiheit geknüpft sind, loszukommen.

07:22 (Mayer) – Zu den Ressourcen im Maßregelvollzug: „Das ist auch mit ein Grund“, um Herrn Teichtmeister im Rahmen einer Bewährung zu behandeln.

07:58/ 08:14 (Fleischhacker) – Wir möchten uns Herrn Fleischhacker anschließen: Weder ein dritter nicht-registrierter Computer noch in Haftanstalten sichergestellte Handys, die die Häftlinge nicht haben sollten, dürfen eine Ausreden für mangelnde Kontrolle und Bewährungs- an Stelle von Haftstrafen sein. Das ist ein gesellschaftspolitisches Problem, das nicht auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden darf!

08:58 (Mayer) – „Wir haben hier jemanden, der krankheitseinsichtig ist, der schuldeinsichtig ist und deswegen sagt man, wer das ist, der kann überhaupt auch behandelt werden und wenn er behandelt wird, ist es auf jeden Fall für die Gesellschaft besser und auch dafür, keine weiteren Opfer hervorzubringen. Natürlich ist es so!“
Studien zeigen, dass ein Großteil der einschlägig Vorgestraften wieder rückfällig wird – es ist eine infame Behauptung, der ehemalige Burg-Schauspieler würde keine weiteren Opfer mehr hervorbringen, denn alle seine 76.000 Materialien begründen auf sexuellem Missbrauch an Kindern.
Auf die Frage an Herrn Mayer, ob er sicherstellen könne, dass von Herrn Teichtmeister in Zukunft keine Gefahr mehr für Kinder ausgehe, hat er ab 22:37 geantwortet: „Das kann man für gar keinen Verurteilten sicherstellen.“ Knapp 15 Minuten zuvor hat er in Bezug auf seinen Mandanten noch etwas völlig anderes behauptet – er widerspricht sich immer wieder selbst.
vgl. Tozdan, Safiye/ Briken, Peer/ Yoon, Dahlnym/ von Franqué, Fritjof (2016). Risiko- und Schutzfaktoren bei sexualdelinquent gewordenen Menschen: Vorhersage erneuter Straftaten und Veränderungen im Behandlungsverlauf, in: Psychiatrische Praxis, Stuttgart, Deutschland: Georg-Thieme-Verlag, Jg. 43, Nr. 3, 154-159.
Vor allem im Deliktbereich des sexuellen Kindesmissbrauchs und der sogenannten Kinderpornographie (besser: Dokumentationen sexuell motivierter Gewaltverbrechen an Kindern) zeigen sich deutlich Abweichungen in Bezug auf die Rückfallquote, vor allem wenn man Delinquenten absolute Anonymität und Schweigepflicht zusichert.
vgl. Bourke, Michael L./ Hernandez, Andreas E. (2009): The ‘Butner Study’ redux: A report of the incidence of hands-on child victimization by child porn offenders, in Journal of Family Violence, Heidelberg/ Berlin: Springer Verlag, Jg. 24, Bd. 3, 183-191.
14:40 (Haller) – Gerade der mehrfach erwähnte „sadistische Teil“ Teichtmeisters macht eine Prognose – wie sie bereits von Herrn Mayer kühn gestellt wurde – sehr zweifelhaft.

17:21 (Haller) – „Wenn es jetzt wirklich Opfer gegeben hätte, also nicht nur durch das Betrachten der Bilder, sondern wenn er tatsächlich pädophil gehandelt hätte, […].“
Missbrauchsabbildungen von Kindern können nur durch aktiven Missbrauch entstehen. Außerdem können wir nicht stehen lassen, Teichtmeister hätte eigentlich nicht pädophil gehandelt – es gab mehrere Tausend Opfer UND er hat nicht nur pädophil, sondern pädokriminell gehandelt.

22:57 (Mayer) – „Wissen Sie, als Betroffener sieht man die Dinge nicht mit klarem Kopf. Deswegen kann ein Betroffener auch kein Richter sein.“
Durch diese Aussage wird Frau Barbaric von Herrn Mayer aufs Äußerste stigmatisiert und diskriminiert. Er zweifelt damit sogar ihre Kompetenz an!
Betroffene gibt es in allen sozialen Schichten und in allen Berufen, schließlich geht die UBSKM (Unabhängige Beauftragte für sexuellen Kindesmissbrauch Deutschland) von ein bis zwei betroffenen Kinder pro Schulkasse aus. Damit ist es höchstwahrscheinlich, dass sich auch unter Richter:innen ehemalige Betroffene finden, sowie im Umkehrschluss auch Pädophile gar Pädokriminelle.
vgl. https://beauftragte-missbrauch.de/themen/definition/zahlen-zu-sexuellem- kindesmissbrauch-in-deutschland
vgl. https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/kinderpornos-aus-strafakten-geholt-strafakten-geholt-ex-richter-verurteilt-art-746806

25:00 (Mayer) – „Es raschelte runter.“ Er behauptet damit, dass die Anzahl der im Besitz Teichtmeisters gefundenen kinderpornographischen Materialien keine Rolle spielen, doch „er wusste, was er tat“ (47:50/ Laura Sachslehner).
Wer sich über 10 Jahre immer wieder aktiv gegen die körperliche und seelische Unversehrtheit von Kindern entscheidet, denn hinter jeder sogenannten kinderpornographischen Schrift, jedem Bild und jeder Videosequenz stehen mitunter brutalste sexualisierte Gewaltverbrechen an Kindern, der weiß sehr genau, was er da tut.

36:32 (Haller) – „Bei den schrecklichen Folgen, die die Opfer mitmachen, ist eine davon, dass sie mit einer deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit selbst zu Tätern werden. Das ist richtig. Das ist wissenschaftlich gesichert: ca. 20%, bei meinen Klienten waren es deutlich mehr, ca. 60%.“
Die wissenschaftlichen Zahlen zeigen bei dieser Aussage deutliche Unterschiede. Es konnte eine Häufung von Sexualstraftätern, insbesondere mit Kindern als Opfern, mit eigenen Missbrauchserfahrungen gezeigt werden. Jedoch lagen diese Zahlen bei 12% bis 18,9% – keine einzige Studie geht so weit, eine solch waghalsige Behauptung wie Herr Haller aufzustellen. Sicher ist, dass viele Faktoren ursächlich für eine Opfer-Täter-Transition sind und deshalb kein Kausalzusammenhang angenommen werden darf.
vgl. Rossegger, Astrid/ Endrass, Jérôme/ Urbaniok, Frank/ Vetter, Stefan/ Maercker, Andreas (2010): Vom Opfer zum Täter: Merkmale sexuell missbrauchter Gewalt- und Sexualstraftäter, in: Der Nervenarzt (2011), Heidelberg/ Berlin, Deutschland: Springer Verlag, Jg. 81, Nr.7, 866-872.
vgl. Jespersen, Ashley F. (2009)/ Seto, Michael C./ Lalumière, Martin L. (2010): Sexual abuse history among adult sex offenders and non-sex offenders: A meta-analysis, in: Child Abuse & Neglect, Amsterdam, Niederlande: Elsevier BV, Jg. 33, Nr. 3, 179-192
vgl. Salter, Daniel et al. (2003): Development of sexually abusive behavoir in sexually victimized males: a longitudinal study, in: The Lancet, Amsterdam, Niederlande: Elsevier, Vol. 361, Issue 9356, 471-476.
vgl. Tozdan, Safiye/ Briken, Peer/ Yoon, Dahlnym/ von Franqué, Fritjof (2016). Risiko- und Schutzfaktoren bei sexualdelinquent gewordenen Menschen: Vorhersage erneuter Straftaten und Veränderungen im Behandlungsverlauf, in: Psychiatrische Praxis, Stuttgart, Deutschland: Georg-Thieme-Verlag, Jg. 43, Nr. 3, 154-159.

25:54/ 01:12:24/ 01:12:43 – Täter-Opfer-Umkehr
Frau Sachslehner hatte den Begriff der „Täter-Opfer-Umkehr“ mehrmals angesprochen und auch definiert: „In diesem konkreten Fall bedeutet das, dass Sie den Herrn Teichtmeister als Opfer darstellen, weil er sich jetzt sein Leben lang kontrollieren lassen muss.“ Dem stimmen wir zu.
03:38 (Mayer) – „Er sucht sich ja nicht aus, ob er pädophil wird.“
Herr Teichtmeister hat sich jeden einzelnen Tag, seit er sich seiner Präferenzstörung bewusst wurde gegen professionelle Hilfe und stattdessen für das Ausleben und damit für die Pädokriminalität entschieden.
16:38 (Haller) – „Wir müssen in diesem Fall anerkennen, dass er viele Strafen bekommt. Er hat seinen Job verloren, er ist weltweit an den Pranger gestellt worden – über Jahre hinweg. Ich glaube, dass er nie wieder einen Job bekommt.“
47:10 (Haller) – „Den Galgen hätte man sich auch sparen können, denn sozial ist er eh hingerichtet worden.“
26:07 (Mayer) – „Was heißt eigentlich Täter-Opfer-Umkehr? Die Öffentlichkeit hat ihn zwei Jahre in den Medien verfolgt. Glauben Sie, das wollte er? […] Er wollte nicht, dass berichtet wird.“
01:06:40 (Haller) – „Wir dürfen uns die Pädophilen nicht so vorstellen, dass das Ungeheuer sind. Das sind im Prinzip kindliche Menschen, die in der Welt des Kindes leben.“
26:32 (Mayer) – „Zwei Jahre lang? Dass man jemanden hetzt? […], dass er Lokalverbot bekommen hat, nur weil er ein Verfahren am Laufen hat?“

01:13:16 (Mayer) – „Es ist leider so, dass der Pädophile meist der liebe Onkel ist, der die Kinder mit Zucker dazu bringt, […].“
Herr Haller und Herr Mayer zeichnen hier das Bild eines Straftäters, der sich als Opfer seiner Neigung und der Gesellschaft sieht und von dem keine Gefahr auszugehen scheint. Außerdem wenden Täterpersonen viel häufiger Strategien an, durch die sie Kinder manipulieren, bedrohen oder ernsthaft verletzen.
15:53 (Haller) – Er bezeichnet Teichtmeister als „diesen armen Mann“ und behauptet, dass Pädophile häufig unter ihrer paraphilen Störung leiden würden.
Es gibt viele Menschen mit einer pädophilen/ pädokriminellen Sexualpräferenzstörung, die keineswegs darunter leiden, sondern die täglich dafür kämpfen Pädophilie als natürlich und gesellschaftsfähig zu verkaufen.
vgl. https://www.tagesspiegel.de/meinung/unter-dem-deckmantel-der-freiheit-8142694.html

01:07:24 (Haller) – Auch das Bild, dass ein Pädophiler (oder besser Pädokrimineller) „unter Tränenkampf“ gestanden habe, dass er sich wünschen würde, „etwas zu empfinden, wenn ich nackte Frauen sehe“ zeichnet ein völlig falsches, generalisiertes Bild. Es mag jene geben, die ihre Taten ehrlich bereuen und die sich der Brisanz ihrer Sexualpräferenzstörung bewusst sind, eine solche Verallgemeinerung zu treffen, verharmlost jegliche Gefahr, die von Pädophilen/ Pädokriminellen für die Schwächsten unserer Gesellschaft ausgeht.

Fazit

Es gibt Tatsachen, die wir als Gesellschaft nicht diskutieren brauchen. Der Schutz für Kinder vor Gewalt ist vordergründig eine staatliche, und somit eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Wenn man also eine Gesellschaft bewerten will, muss man darauf schauen, wie geht diese Gesellschaft mit ihren schwächsten Mitgliedern um: Ihren Kindern.

Die Gesellschaft und ihre politischen Vertretungen (aber auch alle Professionen) sind gefragt, alle Kapazitäten und Ressourcen für den Schutz für Kindern vollumfänglich zur Verfügung zu stellen. Es braucht ein grundsätzliches Umdenken im Hinblick auf die Wahrnehmung von Kindern, denn Kinder sind keine sexuellen Wesen, die wir „gebrauchen“ und „missbrauchen“ dürfen. Vor allem braucht es aber eine moralisch angemessene Haltung und Bereitschaft, sowie Mut, und Zivilcourage, Gewalt, insbesondere sexualisiere Gewalt an Kindern, als solches anzuerkennen und den Besitz, die Herstellung und Verbreitung solcher Dokumentationen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen und zu ächten.

Was es sicher nicht braucht, sind Neutralisierungen der Taten, Stigmatisierungen von Betroffenen, und die Romantisierung von Pädophilen.

Vielen Dank!

Literaturverzeichnis/ Quellenangaben

Beers, Mark H. (2007): Das MSD-Manual der Diagnostik und Therapie, 7. Aufl., München/ Jena, Deutschland: Urban & Fischer in Elsevier.

Beier, Klaus M. (2018): Pädophilie, Hebephilie und sexueller Kindesmissbrauch. Die Berliner Dissexualitätstherapie, Heidelberg/ Berlin, Deutschland: Springer Verlag.
Bourke, Michael L./ Hernandez, Andreas E. (2009): The ‘Butner Study’ redux: A report of the incidence of hands-on child victimization by child porn offenders, in Journal of Family Violence, Heidelberg/ Berlin: Springer Verlag, Jg. 24, Bd. 3, 183-191.
Franke, Irina/ Graf, Marc (2016): Kinderpornographie. Übersicht und aktuelle Entwicklungen, in: Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, Heidelberg/ Berlin, Deutschland: Springer Verlag, Jg. 10, Nr. 2, S. 87-97.
Gregório Hertz, Priscilla/ Rettenberger, Martin/ Welsch, Robin/ Turner, Daniel (2020): Die klinisch-forensische Bedeutung des Selbstregulationsmodells sexueller Delinquenz und Rückfälligkeit bei pädosexuellen Straftaten, in: Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, Heidelberg/ Berlin, Deutschland: Springer Verlag, Jg. 14, Nr. 3, S. 336-343.
Jespersen, Ashley F. (2009)/ Seto, Michael C./ Lalumière, Martin L. (2010): Sexual abuse history among adult sex offenders and non-sex offenders: A meta-analysis, in: Child Abuse & Neglect, Amsterdam, Niederlande: Elsevier BV, Jg. 33, Nr. 3, 179-192.
Rossegger, Astrid/ Endrass, Jérôme/ Urbaniok, Frank/ Vetter, Stefan/ Maercker, Andreas (2010): Vom Opfer zum Täter: Merkmale sexuell missbrauchter Gewalt- und Sexualstraftäter, in: Der Nervenarzt (2011), Heidelberg/ Berlin, Deutschland: Springer Verlag, Jg. 81, Nr.7, 866-872.
Salter, Daniel et al. (2003): Development of sexually abusive behavior in sexually victimized males: a longitudinal study, in: The Lancet, Amsterdam, Niederlande: Elsevier, Vol. 361, Issue 9356, 471-476.
Tozdan, Safiye/ Briken, Peer/ Yoon, Dahlnym/ von Franqué, Fritjof (2016). Risiko- und Schutzfaktoren bei sexualdelinquent gewordenen Menschen: Vorhersage erneuter Straftaten und Veränderungen im Behandlungsverlauf, in: Psychiatrische Praxis, Stuttgart, Deutschland: Georg-Thieme-Verlag, Jg. 43, Nr. 3, 154-159.

Internetquellen:

https://www.maenner.at/
(letzter Aufruf: 12.09.2023/ 08:32 Uhr)
https://www.kein-taeter-werden.de/
(letzter Aufruf: 12.09.2023/ 08:32 Uhr)
https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-02/paedophile-frauen-tabuthema-sexualforschung-safiye-tozdan
(letzter Aufruf: 12.09.2023/ 09:00 Uhr)
https://www.aerzteblatt.de/archiv/77245/Kindesmissbrauch-Nicht-heilbar
(letzter Aufruf: 12.09.2023/ 09:12 Uhr)
https://fgoe.org/glossar/verhaeltnis_verhaltenspraevention
(letzter Aufruf: 12.09.2023/ 10:30 Uhr)
https://www.tagesschau.de/inland/bka-kriminalstatistik-101.pdf
(letzter Aufruf: 13.09.2023/ 19:45)
https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/kinderpornos-aus-strafakten-geholt-ex-richter-verurteilt-art-746806
(letzter Aufruf: 14.09.2023/ 09:40)
https://beauftragte-missbrauch.de/themen/definition/zahlen-zu-sexuellem-kindesmissbrauch-in-deutschland
(letzter Aufruf: 14.09.2023/ 17:30)
https://www.tagesspiegel.de/meinung/unter-dem-deckmantel-der-freiheit-8142694.html
(letzter Aufruf: 14.09.2023 / 19:10)